Glimmer

Glimmer
Glịm|mer 〈m. 3
1. Schimmer, dezenter, sanfter Glanz
2. 〈Min.〉 Gruppe monokliner Minerale, z. B. Muskovit u. Biotit; Sy Mika
[→ glimmern]

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Glịm|mer [mhd. glimmeren = glühen, glimmen], der; -s, -: gesteinsbildende Alumosilicate, die nach einer Fläche in dünne, biegsame, glänzende Blättchen spaltbar sind, z. B. Biotit, Muskovit. G. finden u. a. Verwendung bei der Herst. von Perlglanzpigmenten u. als elektr. Isoliermaterial.

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Glịm|mer, der; -s, - [zu glimmern]:
1. glänzendes Mineral, das in vielen Gesteinen in blättrig tafelartiger Form vorkommt.
2.
a) (selten) schwacher Glanz, Schimmer;
b) glitzernde, glänzende Substanz.

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Glimmer,
 
Gruppe gesteinsbildender Silikatminerale (Alumosilikate) mit der allgemeinen chemischen Zusammensetzung MIMII3[(OH)2|AlSi3O10] oder MIMIII2[(OH)2|AlSi3O10], die elastisch-biegsame, blättrig-tafelige, monokline (pseudohexagonale) Kristalle ausbilden; diese sind spaltbar und zeigen Perlmutterglanz. Die Glimmer haben Phyllo- oder Schichtsilikatstruktur (Silikate); ihre Kristallgitter bestehen aus zweidimensionalen Netzen der Silikattetraeder, wobei jeweils zwei solcher Netze durch Aluminium-, Magnesium- oder Eisenatome zu festen Doppelnetzen verknüpft sind, die ihrerseits von Kalium- (bei den eigentlichen Glimmern) oder Calciumionen (bei den Sprödglimmern) zusammengehalten werden. In Richtung der Schichtebenen besitzen die Glimmer die Härte nach Mohs 2,5, im Übrigen 4; Dichte 2,7-3,2 g/cm3. Glimmerblättchen sind elastisch biegsam, gut Wärme leitend und von hoher Isolierfähigkeit (Verwendung in der Elektrotechnik für Kondensatoren). Glimmer entstehen primär bei der Erstarrung des Magmas, weiterhin durch pneumatolytische oder hydrothermale Zersetzung anderer Silikate, ebenso bei der Metamorphose. Sie sind daher in großer Menge in den meisten magmatischen und metamorphen Gesteinen (z. B. Glimmerschiefer) wie auch in manchen Sedimentgesteinen (z. B. Sandsteinen) enthalten. Unter bestimmten Bedingungen gehen sie in Hydroglimmer über. — Die wichtigsten Glimmer sind: 1) Muskovitgruppe (helle Glimmer, v. a. Muskovit, Sericit, Paragonit, Roscoelith, Fuchsit), 2) Biotitgruppe (dunkle Glimmer, v. a. Biotit, Phlogopit, Lepidomelan, Manganophyllit), 3) Lithium-Glimmer-Gruppe (v. a. Lepidolith, Zinnwaldit), 4) Gruppe der Sprödglimmer (Doppelschichten durch Calcium fester gebunden, daher härter und schlechter spaltbar; v. a. Margarit).
 

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Glịm|mer, der; -s, - [zu ↑glimmern]: 1. glänzendes Mineral, das in vielen Gesteinen in blättrig tafelartiger Form vorkommt: Das Zinkblech der Brüstung ... glitzerte wie G. (Frisch, Montauk 206). 2. (selten) schwacher Glanz, Schimmer: Weit draußen auf dem Atlantik ... ein G. von Sonne (Frisch, Montauk 93). 3. (ugs.) leichter ↑Rausch (1): ... dachte ich in meinem G., jetzt tritt mich 'n Pferd (Eppendorfer, St. Pauli 135).

Universal-Lexikon. 2012.

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